đź’ˇ Wie ein kleiner Sparplan dein Abo irgendwann komplett ausgleichen kann

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Viele Menschen ärgern sich über ihre monatlichen Abokosten. Ein Streamingdienst hier, ein Musikabo dort – und schon sind jeden Monat 20 Euro weg. Klingt harmlos, doch aufs Jahr gerechnet spürt man es: 240 Euro. Und nach zehn Jahren hat man 2.400 Euro dafür bezahlt, dass Serien und Filme laufen.

Die spannende Frage ist: Was passiert, wenn man dieselben 20 Euro nicht nur ausgibt, sondern parallel dazu investiert?

Du richtest also einen Sparplan ein und steckst jeden Monat 20 Euro in einen MSCI-World-ETF. Im ersten Jahr wirkt das noch nicht spektakulär. Du hast 240 Euro ausgegeben, aber dein Depot liegt bei etwa 248 Euro. Ein hauchdünner Gewinn, der kaum auffällt – aber der Anfang ist gemacht.

Nach fünf Jahren beginnt sich der Effekt zu zeigen. Die Abo-Kosten summieren sich auf 1.200 Euro, während der Sparplan ungefähr 1.424 Euro erreicht. Du liegst zum ersten Mal spürbar vorne, weil dein Investment schneller wächst als deine Ausgaben. Das Verhältnis ist noch nicht ausgeglichen, aber die Richtung stimmt.

Nach zehn Jahren wird der Unterschied deutlicher. Deine Ausgaben liegen nun bei 2.400 Euro, dein Depot dagegen bei rund 3.421 Euro. Der Gewinn beträgt etwas über 1.000 Euro – noch keine komplette Kompensation aller Abo-Kosten, aber schon fast die Hälfte ist durch Rendite zurückgekommen. Man beginnt zu verstehen, warum Zeit wichtiger ist als der Betrag selbst.

Richtig interessant wird es etwas später. Damit ein Abo im Alltag nicht mehr wirklich ins Gewicht fällt, muss die Rendite deines Depots ungefähr so hoch sein wie die jährlichen Kosten. Bei 20 Euro pro Monat entspricht das 240 Euro im Jahr – und diesen Punkt erreicht man, sobald das Depot rund 3.430 Euro groß ist. Das passiert nach etwa elf Jahren. Von da an finanziert sich dein Streamingdienst praktisch selbst, weil dein Depot jedes Jahr mehr Rendite erzeugt, als der Anbieter von deinem Konto abbucht.

Und irgendwann kommt der Moment, an dem der Sparplan nicht nur die laufenden Kosten ausgleicht, sondern sogar die komplette Historie der vergangenen Jahre wegwischt. Nach rund neunzehn Jahren hat man insgesamt 4.560 Euro für das Abo bezahlt. Gleichzeitig ist das Depot auf über 9.000 Euro angewachsen. Der Gewinn ist dann größer als alle jemals gezahlten Abokosten zusammen. Das Abo der letzten zwei Jahrzehnte ist damit vollständig neutralisiert – und trotzdem bleibt ein sattes Plus stehen.

Genau darin steckt die Schönheit dieser Idee: Du musst dein Abo nicht kündigen, du musst dich nicht einschränken. Du nutzt lediglich dieselbe Summe zweimal – einmal für den Konsum, einmal für den Vermögensaufbau. Am Anfang wirkt es lächerlich klein, später wird es langsam sichtbar und irgendwann ist es unübersehbar. Der Zinseszinseffekt arbeitet in aller Ruhe im Hintergrund, während du weiter Serien schaust.

Wer möchte, kann dieses Prinzip auf jedes Abo übertragen: Musik, Fitness, Apps, Gaming – alles lässt sich spiegeln. Und falls du weitere Beispiele möchtest, sei es mit 5, 10 oder 30 Euro im Monat oder mit anderen Renditeannahmen, rechne ich dir das gerne durch.

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