Warum hohe Verkaufsgebühren dich zu einem besseren Anleger machen können
„10 Euro Verkaufsgebühr? Viel zu teuer!“ – genau dieser Gedanke begleitet viele, die ihre ersten Schritte an der Börse machen. Auf den ersten Blick wirken solche Gebühren tatsächlich abschreckend. Doch wer tiefer hinschaut, erkennt schnell: Was zunächst wie ein Nachteil aussieht, kann langfristig zu deinem größten Vorteil werden. Denn hohe Verkaufsgebühren schützen dich – vor dir selbst.
Warum Gebühren deine Psyche austricksen
Einer der häufigsten Fehler von Börsenanfängern ist der automatische Griff zum Verkaufsbutton, sobald die Kurse schwanken. Ein paar Prozent im Minus? „Ich sichere lieber, was noch da ist.“ Ein kleiner Gewinn? „Lieber mitnehmen, bevor er wieder weg ist.“
Genau diese Kurzschlussreaktionen sorgen dafür, dass viele Anleger immer wieder zu früh verkaufen – und damit Gewinne verschenken oder Verluste festschreiben.
Wenn dein Depot jedoch 10 Euro pro Verkaufsauftrag verlangt, wie es beispielsweise bei der DKB der Fall ist, verändert sich dein Verhalten. Du denkst zweimal nach, bevor du handelst. Und genau diese kurze Denkpause schützt dich in den allermeisten Fällen vor emotionalen Fehlentscheidungen. Eine hohe Gebühr wird zur Art „Stoppschild“, das verhindert, dass du impulsiv und unüberlegt agierst.
Wie die 10-Euro-Gebühr dich vor falschen Entscheidungen bewahrt
Nimm einmal an, du hast über deinen Sparplan 100 Euro investiert und dein Depot zeigt nach ein paar Monaten 105 Euro an. Der kleine Gewinn wirkt verlockend – vielleicht willst du ihn mitnehmen. Doch ein Verkauf würde dich 10 Euro kosten. Rein rechnerisch würdest du also ins Minus rutschen.
Was passiert? Du verkaufst nicht. Du lässt das Investment liegen. Du gibst ihm Zeit. Und Zeit ist an der Börse ein enormer Vorteil.
Gerade bei kleinen Sparbeträgen sorgt die Gebühr dafür, dass du nicht ständig hin- und herspringst. Sie verhindert, dass du dich selbst sabotierst – und stärkt gleichzeitig deine Geduld, die wichtigste Eigenschaft langfristig erfolgreicher Anleger.
Kaufen bleibt günstig – und das ist entscheidend
Das Beste daran: Während das Verkaufen bewusst teuer ist, bleiben Sparpläne günstig oder sogar kostenfrei. Bei der DKB sind ETF-Sparpläne ab 50 Euro sogar komplett gebührenfrei. Du kaufst also regelmäßig und günstig ein, wirst aber beim Verkauf gebremst.
Dieses Prinzip – günstig rein, teuer raus – wirkt wie eine eingebaute Disziplinierung. Es fördert das langfristige Halten und verhindert hektisches Reagieren auf kurzfristige Marktbewegungen.
Langfristiges Investieren funktioniert nur mit Ruhe
Wer weniger handelt, erzielt oft bessere Ergebnisse. Das klingt zunächst widersprüchlich, ist aber statistisch belegt: Anleger, die ständig kaufen und verkaufen, schneiden meist schlechter ab als jene, die geduldig investieren und ihre Strategie durchhalten.
Ein Depot mit höheren Verkaufsgebühren zwingt dich auf sanfte Weise genau zu diesem Verhalten. Es schützt dich vor impulsiven Entscheidungen und hilft dir dabei, langfristig zu denken – ganz automatisch.
Fazit: Manchmal ist eine Gebühr der beste Schutzmechanismus
Was zunächst teuer aussieht, entpuppt sich bei genauer Betrachtung als echter Vorteil. Hohe Verkaufsgebühren reduzieren Panikverkäufe, fördern Ruhe im Depot und stärken dein langfristiges Denken. Sie wirken wie ein psychologischer Schutzwall, der dich daran erinnert, deinen Plan nicht zu vergessen – auch dann nicht, wenn der Markt launisch wird.
Wenn du also merkst, dass du oft impulsiv handeln willst oder dich zu häufig in deinem Depot wiederfindest, könnte genau die „teure“ Verkaufsgebühr am Ende dein stärkstes Tool sein. Sie bewahrt dich davor, vorschnell zu verkaufen – und unterstützt dich dabei, wirklich langfristig Vermögen aufzubauen.
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